Abnehmen beginnt im Kopf: Wie Geist und Körper zusammenspielen
Kämpfst du seit Längerem mit deinem Gewicht und fragst dich, warum die Kilos einfach nicht purzeln wollen?
Damit bist du nicht allein. Und die Antwort liegt oft nicht auf dem Teller oder im Fitnessstudio, sondern an einer Stelle, die viele Frauen komplett übersehen: der Verbindung zwischen Geist und Körper.
Das klingt vielleicht erst einmal nach Esoterik. Ist es aber nicht. Auch die Medizin betont heute, wie wichtig es ist, Körper und Psyche in Einklang zu bringen, wenn es um Gesundheit und Wohlbefinden geht.
Beim Abnehmen wird traditionell viel zu stark auf das Körperliche geschaut. Klar, am Ende zählen die Zahlen, und wenn du in eine Jeans passen möchtest, die zwei Größen kleiner ist, denkst du vor allem an deine Taille. Was dabei untergeht: Untersuchungen deuten darauf hin, dass unser Kopf manchmal unser größter Gegner beim Abnehmen ist.
Dein Gehirn kann deinen Körper regelrecht daran hindern, Gewicht zu verlieren. In diesem Artikel schauen wir uns die drei häufigsten Blockaden an, die wohl jede von uns kennt, und du bekommst einfache Lösungen an die Hand, um sie aufzulösen.
Blockade 1: Dauerstress
Stress kann regelrecht giftig wirken, wenn du nicht gelernt hast, mit ihm umzugehen.
Vielen ist nicht bewusst, dass Stress nicht nur die Psyche belastet, sondern den ganzen Körper. Fachleute sprechen von physiologischem Stress: Bist du gestresst, sendet dein Gehirn ein Alarmsignal an den gesamten Organismus. Der Kampf-oder-Flucht-Modus springt an, und dein Körper konzentriert sich nur noch aufs Überleben.
Die Folge? Du fühlst dich fast durchgehend erschöpft und müde. Genau das macht deine Abnehmreise so schwer, denn dir fehlt schlicht die Energie, um deine Ziele anzupacken.
Solange dein Stresspegel durch die Decke geht, wirst du kaum abnehmen. Dein Kopf erlaubt es nicht, zusätzliche Energie in neue Ziele zu stecken, weil er sich im Ausnahmezustand befindet. Kümmere dich also zuerst um den Stress, bevor du mit dem Abnehmen startest.
So gehst du das Thema Schritt für Schritt an:
- Ursache finden: Frag dich ehrlich, was dich eigentlich stresst. Wirklich ehrlich!
- Lösbares lösen: Ist der Auslöser ein konkretes Problem im Job oder zu Hause? Dann setz dich hin und such nach einer Lösung, damit es dich nicht länger belastet.
- Abstand nehmen: Lässt sich der Auslöser nicht abstellen oder gehört er einfach zum Leben dazu (zum Beispiel die Betreuung deiner Kinder), dann lerne, dich zwischendurch bewusst davon zu distanzieren.
Wenn du das Gefühl hast, gleich zu platzen, geh fünf Minuten an die frische Luft oder zieh dich in einen ruhigen Raum zurück und tu etwas, das dir guttut. Diese kleinen Auszeiten von unvermeidbarem Stress können Wunder wirken.
Blockade 2: Keine Ventile für Anspannung
Anspannung staut sich, genau wie Stress, immer weiter auf, wenn du kein Ventil dafür hast.
Ist die innere Anspannung zu groß, wird es fast unmöglich, die Lebensstil-Veränderungen umzusetzen, die du fürs Abnehmen brauchst. Die Lösung: regelmäßig Dampf ablassen.
Fehlt dir ein solches Ventil, arbeitet die Verbindung von Kopf und Körper gegen alles, was Zeit und Energie kostet. Das ist vermutlich einer der Hauptgründe, warum sich so viele Menschen im Alltag ständig erschöpft fühlen: Die angestaute Anspannung ist einfach zu viel.
Ein regelmäßiges Anspannungs-Ventil kann dein Leben spürbar verbessern und dir helfen, neue Ziele zu erreichen. Wähle dafür Aktivitäten, die deinem Körper guttun. Alkohol oder Zigaretten sind tabu, sie schaden dir nur zusätzlich.
Zu den besten Anti-Anspannungs-Helfern gehören:
- Sport und Bewegung
- Meditation
- Yoga
- Schreiben oder Tagebuchführen
- Reisen und Ausflüge
- Kochen
- Kreatives wie Malen oder Handarbeit
Blockade 3: Nicht an dich selbst glauben
Spielt es eine Rolle, ob du an deine eigenen Fähigkeiten glaubst, wenn du abnehmen willst?
Und wie! Du kannst kaum etwas erreichen, wenn du innerlich nicht daran glaubst, dass du es schaffen kannst. Kennst du den Spruch „Was der Kopf sich vorstellen kann, kann der Körper erreichen”? Da ist tatsächlich viel Wahres dran.
Wer sich mit Körpersprache und dem Unterbewusstsein beschäftigt, kommt zum selben Schluss: Wenn du überzeugt bist, dass du etwas schaffen kannst, hast du schon die halbe Strecke hinter dir.
Umgekehrt gilt leider dasselbe: Wer nicht an sich glaubt, sabotiert sich selbst. Und das ist das Letzte, was du auf deinem Weg zur Wunschfigur gebrauchen kannst.
Wenn du deine Verbindung von Geist und Körper wirklich fürs Abnehmen stärken willst, musst du dir selbst vertrauen und fest daran glauben, dass du dein Ziel erreichen kannst.
Aber Achtung: Es reicht nicht, das nur einmal zu sagen. Erneuere diese Überzeugung jeden Tag aufs Neue und nutze sie aktiv, um dich für deine nächsten Etappenziele zu motivieren. So konditionierst du deinen Kopf mit den richtigen Überzeugungen und einer positiven Grundhaltung.
Dein Kopf ist ein mächtiger Verbündeter beim Abnehmen. Nutze ihn zu deinem Vorteil!