Gewicht und Lebensstil: Diese versteckten Bremsen halten dich auf
Beeinflusst dein Lebensstil, wie gut du abnimmst? Die kurze Antwort: ja, und zwar mehr, als die meisten denken.
In jedem Fitnessstudio gibt es sie: Menschen, die regelmäßig trainieren und trotzdem kaum Gewicht verlieren. Sie absolvieren lange Cardio-Einheiten, manche stemmen zusätzlich Gewichte, und trotzdem tut sich auf der Waage fast nichts. Entsprechend groß ist der Frust.
Warum fällt manchen das Abnehmen so schwer?
Es gibt tatsächlich körperliche Gründe: Manche Menschen haben von Natur aus einen langsameren Stoffwechsel. Andere entwickeln im Laufe des Lebens hormonelle Störungen wie eine Schilddrüsenunterfunktion, die das Abnehmen ohne ärztliche Behandlung enorm erschweren kann. Wenn du einen solchen Verdacht hast, lass das unbedingt medizinisch abklären.
Die häufigste Ursache für stockende Fortschritte ist jedoch eine andere: ungünstige Lebensgewohnheiten.
Wenn du bereits auf deine Ernährung achtest und trainierst, aber trotzdem keine Fortschritte siehst, lohnt sich ein ehrlicher Lebensstil-Check. Vielleicht halten dich versteckte Abnehm-Fallen zurück.
Abnehm-Fallen sind Gewohnheiten, Überzeugungen und Alltagsfaktoren, die deinen Fortschritt bremsen. Die Formel „nur Ernährung plus Sport” ist eine Vereinfachung. In Wahrheit spielen deutlich mehr Faktoren mit.
Faktor 1: Deine täglichen Routinen
Der Tagesablauf hat einen direkten Einfluss auf den Abnehmerfolg. Wer seine wichtigsten Routinen zu Hause und im Job einmal ehrlich unter die Lupe nimmt, erkennt oft sofort, warum das Gewicht nicht sinkt.
Ein Beispiel: Du lässt das Frühstück meistens ausfallen und holst dir mittags schnell einen Burger oder ein belegtes Brötchen auf die Hand. Dann läuft dein Stoffwechsel vermutlich auf Sparflamme und dein Körper verbrennt weniger Kalorien, als er könnte.
Solche Essgewohnheiten haben fast immer eine Vorgeschichte. Wer morgens keine Zeit fürs Frühstück hat, geht oft schlicht zu spät ins Bett und schafft es morgens gerade noch unter die Dusche und ins Büro.
Der Schlüssel liegt darin, deine Routinen Schritt für Schritt an dein neues Leben anzupassen. Sonst kann dein Körper Fett einfach nicht effizient abbauen.
Faktor 2: Dein Stresslevel
Wie gestresst bist du an einem normalen Tag? Wenn deine Antwort „ziemlich” oder „extrem” lautet, könnte genau das dein Abnehmen blockieren.
Stress belastet nicht nur den Kopf. Dauerstress wirkt sich auf Herz und Kreislauf, das Nervensystem und sogar auf die Verdauung aus. Kurz gesagt: Wenn du mental unter Strom stehst, steht dein ganzer Körper unter Strom, inklusive deiner Organe.
Die Lösung heißt Stressmanagement. Es gibt viele Techniken, von Entspannungsübungen und Meditation über Yoga bis zur Massage. Probiere aus, was zu dir passt.
Viele Frauen schwören zum Beispiel auf regelmäßige Massagen, weil sie entspannen und nebenbei den Schlaf verbessern. Andere nutzen geführte Entspannungs- oder Hypnose-Aufnahmen mit ruhigen Klängen. Solche Aufnahmen sind günstig und leicht online zu finden. Wichtig ist nur: Finde eine Methode, die du wirklich regelmäßig anwendest.
Faktor 3: Deine Schlafqualität
Schlaf ist die Zeit, in der sich dein Körper erneuert und repariert. Gerade wenn du aktiv abnimmst, braucht er sogar mehr Schlaf als sonst, damit Muskeln und Organe regenerieren und sich an die neue Belastung anpassen können.
Was passiert bei zu wenig Schlaf? Schlafmangel und schlechte Schlafqualität schwächen deine Leistungsfähigkeit beim Training. Dein Stoffwechsel arbeitet langsamer, auch Verdauung und Nährstoffaufnahme leiden.
Wer dauerhaft weniger als sechs Stunden pro Nacht schläft, setzt seinen Körper zusätzlich unter Stress, was den Stoffwechsel weiter drosselt. Kurz: Wenn die überflüssigen Zentimeter schmelzen sollen, braucht deine „Fettverbrennungsmaschine” ihre Erholung.
So schläfst du besser
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Bildschirme aus. Leg Smartphone und Tablet vor dem Schlafen weg, am besten außer Reichweite. Auch Fernsehen im Bett ist keine gute Idee, denn es hält dein Gehirn aktiv und erschwert das Einschlafen.
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Ein Glas Milch. Ein Glas warme Milch vor dem Zubettgehen kann die Schlafqualität unterstützen. Verantwortlich dafür sollen natürliche Inhaltsstoffe der Milch sein, die Entspannung und Tiefschlaf fördern.
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Licht aus. Studien deuten darauf hin, dass schon kleine Lichtquellen im Schlafzimmer die Schlafqualität beeinträchtigen können. Unser Körper verbindet Licht instinktiv mit Tageslicht und damit mit Wachsein. Dunkle das Schlafzimmer also so gut wie möglich ab.
Wenn du Training und Ernährung bereits im Griff hast, sind Routinen, Stress und Schlaf die drei Stellschrauben, an denen du als Nächstes drehen solltest. Oft löst genau das den Knoten.